ENVIV | Das neue Buchprojekt von Dirk von Gehlen

ENVIV-Adventskalender (22): Markus Beckedahl

Wer bist du? Wo wohnst du? Was machst du?
Ich bin Markus Beckedahl und ich lebe in Berlin und im Netz. Ich blogge auf netzpolitik.org, engagiere mich beim Digitale Gesellschaft e.V. und bin Partner und Mitgründer der newthinking GmbH und der re:publica-Konferenzen.

Wo findet man dich im Web?
Vor allem auf netzpolitik.org und @netzpolitik.

Warum unterstützt du „Eine neue Version ist verfügbar“?
Da ich als Blogger auf netzpolitik.org selbst viele Erfahrungen mit Prozess-Journalismus und neuen Finanzierungsmöglichkeiten sammel, interessiert es mich, wie andere an die Sache heran gehen und welche Erfahrungen sie sammeln. Und wenn Dirk von Gehlen ein neues Projekt startet, dann wird es sicher spannend. Zumal das Thema auch eine Menge hergibt.

Welche Reform bewunderst du am meisten?>
Alle Reformen, die ich gerade im Kopf habe, haben einige entscheidende Bugs im System. Insofern müsste ich mich auf das kleinste Übel einigen und das bekomme ich gerade nicht hin.

Deine gegenwärtige Geistesverfassung?
Urlaubsreif.

Dein Lieblingsschriftsteller?
Ich hab momentan gar keinen richtigen Lieblingsschriftsteller, weil ich alles durcheinander lese. Wenn ich jetzt jemanden nennen muss, würde es vielleicht auf William Gibson hinauslaufen. Oder Cory Doctorow.

Dein Geschenktipp für Weihnachten (es geht schließlich um einen Adventskalender):
Das “Jahrbuch Netzpolitik 2012 – von A wie ACTA bis Z wie Zensur”. Erscheint komplett unter einer freien Lizenz, kann aber trotzdem gedruckt oder digital gekauft werden. Unser erstes Jahrbuch ist zugleich ein Experiment, ob wir es schaffen, ohne jegliche finanzielle Ressourcen und nur mit etwas Zeit, Spaß, Experimentierfreude und unserem Netzwerk, in kürzester Zeit ein Buch zu schreiben. Und dabei Erfahrungen zu sammeln, was es wirklich bedeutet, in heutigen Zeiten zum Verleger zu werden und welcher Aufwand damit verbunden ist.

ENVIV-Adventskalender (21): Jörg Sadrozinski

Wer bist du? Wo wohnst du? Was machst du?
Jörg Sadrozinski, München, Journalist, Leiter der Deutschen Journalistenschule.

Wo findet man dich im Web?
Hier: http://www.djs-online.de/author/joerg-sadrozinski/

Oder hier: http://joerg-sadrozinski.de

Oder hier: http://www.facebook.com/joerg.sadrozinski

Oder hier: https://twitter.com/jsadro aber auch auf Xing, Linked-In, skype und anderen Plattformen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Guter Journalismus braucht gute Ausbildung. Unterstützen Sie die DJS und werden Sie Mitglied im Förderverein oder mit Ihrem Unternehmen im Trägerkreis

Warum unterstützt du „Eine neue Version ist verfügbar“?
Ich unterstütze „Eine neue Version ist verfügbar“, weil ich gespannt auf ein neues Onlineprojekt bin, das möglicherweise Wege zur Finanzierung von Qualitätsjournalismus aufzeigt. Außerdem schätze ich den Autor sehr.

Welche Reform bewunderst du am meisten?
Steuerreform. Rentenreform. Bundeswehrreform. Nee – brrr, da fällt mir nichts ein.

Deine gegenwärtige Geistesverfassung?
Konzentriert. Motiviert. Trotzdem entspannt.

Dein Lieblingsschriftsteller?
Günter Grass. Immer noch.

Dein Geschenktipp für Weihnachten (es geht schließlich um einen Adventskalender):
Ein Solidaritätsabo der Frankfurter Rundschau.

ENVIV-Adventskalender (20): Horst Thieme

Wer bist du? Wo wohnst du? Was machst du?
Ich bin Horst Thieme und lebe in Augsburg. Ich arbeite als Marktentwickler für Cloud Computing bei NetApp in einer globalen Rolle und organisiere und moderiere nebenbei zumeist literarische Veranstaltungen, wie zum Beispiel seit 15 Jahren Poetry Slams. Aktuell plane ich den nächsten Bayern Slam, die Austragung der bayerischen Slam-Meisterschaften für April 2013 in Augsburg.

Wo findet man dich im Web?
Mein Blog befindet sich unter e-thieme.de – in letzter Zeit aber fast ausschließlich über meine eigenen Veranstaltungen. Mein Twitter-Account ist @ibigfoot und beruflich noch HyterBizCloudy, bei dem ich Cloud Computing Themen verarbeite.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Wie man einen gescheiten Sauerbraten zubereitet.

Warum unterstützt du „Eine neue Version ist verfügbar“?
Aus Eigennutz. Ich lese Deine Texte einfach sehr gerne – sei es im Buch („Mashup“) in der Zeitung oder online bei Deinem Blog. Aber auch weil die Themen für mich persönlich sehr wichtig sind. Für mich ist die Digitalisierung ein Thema seit 1985, als ich meinen ersten Computer als Jugendlicher erspart hatte. Das Internet, die Kommunikations- und Ausdrucksmöglichkeiten sind für mich elementar geworden. Zu sehen, das Crowd-Funding-Projekte auch in journalisctischen / literarischen Projekten funktioniert finde ich sehr spannend!

Welche Reform bewunderst du am meisten?
Die Einführung der Bürgerentscheide 1995 in Bayern – diese haben Bayern weiter demokratisiert und direkte Bürgerbeteiligung ermöglicht. Für mich war die Beteiligung bei einem erfolgreichen Bürgerentscheid in meiner Heimatstadt Augsburg zum Neubau einer Stadtbücherei ein wichtiges, wenn nicht sogar prägendes Erlebnis: Du kannst etwas bewirken! Seitdem hat Augsburg eine neue Stadtbücherei die viermal größere Fläche bietet als zuvor!

Deine gegenwärtige Geistesverfassung?
Läuft.

Dein Lieblingsschriftsteller?
Ich habe keinen wirklichen Lieblingsschriftsteller. Mich begeistern einfach zu viele Autoren – von Bertolt Brecht zu Helmut Krausser, über T. C. Boyle zu Jules Verne, von Max Scharnigg zu Martin Suter. Bei mir geht es wild durcheinander und meistens auch parallel. Aktuell lese ich die dreibändige Nietzsche-Biografie von Curt Paul Janz parallel zu Neil Stephensons „Error“.

Dein Geschenktipp für Weihnachten (es geht schließlich um einen Adventskalender):
Ich bin ein hemmungsloser Buch-Schenker. Also hab ich hierzu gleich mehrere Tipps – und vorzugsweise immer noch als Leinenbuch zu verschenken:
>> Mein Geheimtipp ist ein ganz ungewöhnliches Buch und ist von dem Träger des Alternativen Nobelpreises David Suzuki und dem Autor Wayne Grady geschrieben worden: „Der Baum: Eine Biografie“. Das Buch erzählt sieben Jahrhunderte im Leben einer Douglasie, wie sie „geboren“ wird und auch wie sie letztlich sterben wird. Soviel habe ich noch nie über Bäume gelernt wie in diesem Buch – und bestimmt nicht so spannend.

>> Wer Amerika besser verstehen will, sollte sich unbedingt von Ayn Rand „Der Streik“ besorgen – die Bibel der amerikanischen Republikaner. Ein Roman, der von Großindustriellen in Amerika handelt und wie diese gegängelt vom Sozialstaat ihren eigenen Streik starten. Man wird die US-Konservativen nach der Lektüre nicht mehr mögen als davor, aber ihre philosophischen Grundlagen besser verstehen.

>> „The Innovator’a Dilemma“ von Clayton M. Christensen weil es einem spannenden Einblick gibt, was alles schief gehen kann, wenn man eine innovative Firma sein will. Das Buch versucht mit alten Managementweisheiten zu brechen – zum Beispiel warum man nicht immer auf seine Kunden hören sollte!

ENVIV-Adventskalender (19): ein Spezial mit Wolfgang Tischer

Wolfgang Tischer mag keine Fragebögen. Der Mann hinter literaturcafe.de mag aber unser kleines Projekt und hat angeboten, bei Erreichen des stretch goal die Produktion des Hörbuchs zu unterstützen.

Jede Stimme zählt, damit wir die 12.500 Euro erreichen und das Hörbuch produzieren können. Wolfgang Tischer, Gründer und Herausgeber des literaturcafe.de wird das Hörbuch als Sprecher unterstützen. »Gerade bei einem Sachbuch sind mehrere Stimmen sinnvoll, um Zitate oder Einschübe deutlicher zu machen. Daher finde ich es spannend, bei dem Projekt mitzumachen«, meint Tischer.

Wolfgang Tischer betreibt das literaturcafe.de seit über 16 Jahren und ist Experte für alles, was mit Literatur, Büchern und Strom zu tun hat. 2004 erhielt das literaturcafe.de den alternativen Medienpreis und das Branchenmagazin Publishing Perspectives zählt es 2011 zu Germany‘s Best Book-Sites.

Wolfgang Tischer hat selbst den Ratgeber »Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen« verfasst und dokumentiert die Entstehung, Weiterentwicklung und Einnahmen im literaturcafe.de.

Doch Tischer ist auch Sprecher bei Live- und Studioproduktionen. Er produziert den Podcast für den Deutschen Taschenbuchverlag und liest Hörproben für C.H. Beck.

Aktuell kann man bis zum 6. Januar 2013 von ihm ungekürzt gelesen das Weihnachtslied von Charles Dickens in der Neuübersetzung von Britta Mümmler herunterladen. Oder wie wäre es zum Büchner-Jahr 2013 mit dem Lenz?

Statt des Fragebogens:

“Ich finde das Projekt von Dirk von Gehlen sehr spannend, stehe dem Vorhaben aber auch sehr kritisch gegenüber. In der Vergangenheit gab es einige Versuche dieser Art, die mehr oder weniger erfolgreich waren. Ich habe daher das Projekt mit 130 Euro unterstützt, um nicht nur das Buch, sondern auch Insiderinformationen zu erhalten.

Für mich ist es interessant, ob sich einige der von Dirk von Gehlen gewonnenen Erkenntnisse auch auf den Belletristik-Bereich übertragen ließen.

Kritisch sehe ich das Projekt, weil es überaus selbstreferenziell erscheint und dadurch als Unterstützer die immer gleichen Personen und Namen anzieht, die es in den Himmel loben, wahnsinnig innovativ und supertoll finden. Ich will mich da selbst gar nicht ausnehmen. Interessant ist die Frage, ob solch ein Projekt tatsächlich eine breitere Masse erreicht und wie normale Menschen darüber denken. Natürlich muss es dazu nicht auf die SPIEGEL-Bestsellerliste gelangen, aber der Hype ums Crowdfunding macht oft eine objektive Betrachtung solcher Projekte schwierig. Und gut vernetzte Personen wie Dirk von Gehlen, die quasi in der Online-Welt zuhause sind, haben es ohnehin einfacher, die üblichen Verdächtigen zu erreichen.

Neugierig bin ich auch, wie viele Menschen den Schaffensprozess tatsächlich aktiv verfolgen werden und ob sich aus der Dokumentation der Entstehung auch später Erkenntnisse gewinnen lassen, wenn man den Prozess nicht verfolgt habe. Bei ähnlichen Projekten zeigte sich in der Vergangenheit, dass der Schaffensprozess am Ende nur von einer Handvoll Leuten verfolgt wurde, die – mal vorsichtig ausgedrückt – etwas sonderbar waren. Man kennt so was ja, dass sich oftmals merkwürdige Ratgeber dazugesellen, wenn man auf offener Straße vor der ebenso offenen Motorhaube seines Autos steht.”

P.S.: Eine zweite Unterstützerin hat übrigens ebenfalls ihre Mitarbeit an der Audio-Fassung bei Erreichen der 12.500 Euro angekündigt. Krambeutel- und sieben machen-Macherin Stefanie Ramb, die auch in der Hörspielproduktion des Bayerischen Rundfunks arbeitet, wird die Wortregie übernehmen – wenn das Ziel erreicht wird.

ENVIV-Adventskalender (18): Manuela Baldauf

Wer bist du? Wo wohnst du? Was machst du?
Ich heisse Manuela Baldauf, lebe in München und arbeite als Online-Redakteurin beim Bayerischen Rundfunk. Außerdem bin ich in der glücklichen Lage mit ENVIV-Autor Dirk von Gehlen verheiratet zu sein… ;-)

Wo findet man dich im Web?
Beruflich auf br.de, privat unter Was Du isst, auf Twitter unter @wasduisst, auf Pinterest unter Was Du isst – und mit Dirk zusammen auch auf Erklär mir das gute Leben.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Es gibt Leben da draußen.

Warum unterstützt du „Eine neue Version ist verfügbar“?
Journalisten fällt es meist recht leicht, allerlei zu kritisieren. Oft ist diese etwas distanzierte Beobachterposition hilfreich und wichtig. Doch bei der Digitalisierung und ihren Auswirkungen geht’s um unsere eigene Arbeitsweise. Hier ist es nicht nur zu bequem, sondern gefährlich in der Beobachterposition zu verharren. Wir müssen selbst Dinge ausprobieren und gestalten, wie wir in Zukunft arbeiten wollen und wie wir das finanzieren können. Dirk versucht das mit seinem neuen Buch – deshalb unterstütze ich ihn.

Welche Reform bewunderst du am meisten?
Das Wort Reform ist inflationär für das politische Parteien-Kleinklein gebraucht worden. Hier fällt mir Bewunderung schwer. Was mich hingegen beeindruckt, sind Emanzipationsbewegungen und ihre Akteure. Von Rosa Park, die 1955 einfach ruhig auf ihrem Busplatz sitzen blieb, als sie Platz für weiße Mitfahrer machen sollte, über Nelson Mandela und die Überwindung der Apartheid – und nicht zuletzt die Emanzipation der Frauen.

Deine gegenwärtige Geistesverfassung?
Wach. Ja, durchaus: wach.

Dein Lieblingsschriftsteller?
Kommt darauf an, was ich gerade lese. Grundsätzlich mag ich Dave Eggers sehr. Er probiert nicht nur als Autor, sondern auch als Verleger bei Mc Sweeneys und als Co-Gründer von 826 Valencia immer wieder, neue Wege zu gehen. Außerdem hat er die Albatros-Preisverleihung im Frühling wegen dieses unerträglichen Günter-Grass-Gedichts abgesagt und das Preisgeldes dem Verein “Gegen Vergessen – für Demokratie” gespendet. Sehr sympathisch!

Dein Geschenktipp für Weihnachten (es geht schließlich um einen Adventskalender):
Wenn wir schon bei Dave Eggers sind: “Zeitoun” hat mir sehr gut gefallen. Wenn es ums Essen geht, und damit befasse ich mich ja hauptsächlich im Netz, ist mein derzeitiger Favorit “Plenty” vom Londoner Koch Yotam Ottolenghi. Ein wundervolles Kochbuch, das gut aussieht und diskret vegetarisch, mitunter sogar vegan ist. Soll heißen: Wer diese Gerichte isst, bemerkt gar nicht, dass kein Fleisch oder keine tierischen Produkte dabei sind. Denn sie sind aus sich heraus komplett stimmig und lecker. Fleisch würde nur stören.

ENVIV-Adventskalender (17): Thomas Pfeiffer

Wer bist du? Wo wohnst du? Was machst du?
Mein Name ist Thomas Pfeiffer, ich lebe in München und arbeite als Buchautor („Mein Kind ist bei Facebook – Tipps für Eltern”) und als freier Programmierer, z.B. entwickle ich Twitter-Apps und WordPress-Blogs. Außerdem kandidiere ich für Bündnis 90/Die Grünen für den nächsten Bayerischen Landtag im Herbst 2013. Meine politischen Schwerpunkte sind Netzpolitik und Medienkompetenz. Wir dürfen dieses Feld weder den Hardlinern von der CSU noch den Dilletanten von der Piratenpartei überlassen. Wir brauchen einen digitalen Gesellschaftsvertrag für das 21. Jahrhundert. Damit meine ich den Verzicht auf eine Vorratsdatenspeicherung ebenso wie einen starken Verbraucherschutz, z.B. das Recht auf persönliche Datenmitnahme aus sozialen Netzwerken heraus und Datenschutz-freundliche Voreinstellungen, z.B. bei Facebook.

Wo findet man dich im Web?
Ich blogge unter webevangelisten.de. Nein, der Name hat nichts mit der Kirche zu tun. Er stammt aus dem amerikanischen Sprachraum, dort kennt man die Arbeit von technology evangelists. Das sind Leute, die die „frohe Botschaft” ihres Arbeitgebers auf Messen, Kongressen und in Vorträgen verkünden, z.B. die von Microsoft, Google oder Adobe. Als Web Evangelist hingegen verbreite ich die frohe Botschaft des gesamten Internets, ich glaube an seine positive Kraft. Meine politische Seite findet man unter thomas-pfeiffer.de. Oder einfach nach mir googlen, dann findet man mich und das, was ich tue, auch – und vor allem, was andere über mich sagen.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Viele behaupten, der Journalismus stecke in der Krise. Ich glaube das nicht; Geschäftsmodelle stecken da drin, nicht aber der Qualitätsjournalismus an sich. Die SZ Online geht ebenso neue Wege wie die taz aus Berlin oder die Wochenzeitung Die ZEIT. Letztere bietet seit Ende November eine “Zeit-Online-Content-API”. Das tut beim Hören fast weh, ist in Wahrheit aber ein interessantes Projekt: Diese Schnittstelle (API) bietet Programmierern wie mir Zugriff auf alle Artikel, die seit 1946 in der „Zeit“ veröffentlicht wurden. Solch eine Gelegenheit lasse ich mir als Programmierer natürlich nicht entgehen: Kurzerhand habe ich eine Anwendung programmiert, die diesen Datenschatz hebt und leichter zugänglich macht. Mit meiner App »Begriffe im Wandel der „Zeit“« kann man mit nur einem Klick Schaubilder erstellen, die anzeigen, wann und wie häufig Begriffe wie Heimat, Krieg oder DDR während der letzten 65 Jahren verwendet wurden. Das ist mehr als eine nette Spielerei: Wenn man sich zum Beispiel ansieht, wie der Begriff „Kernenergie” den der „Atomenergie” abgelöst hat, kann das ein spannender Ansatzpunkt für Untersuchungen zum Agendasetting sein: Der Begriff Kernenergie ist nämlich positiver besetzt als Atomenergie. Den Generator kann jeder ausprobieren unter http://webevangelisten.de/zeitapi/

Warum unterstützt du „Eine neue Version ist verfügbar“?
Ich lese gerne die Texte von @dvg, vor allem, wenn sie mehr als 140 Zeichen lang sind. Mit dem Buch „Lob der Kopie” hat er ja schon einiges vorgelegt, so dass ich darauf vertraue, dass auch „die neue Version” lesenswert sein wird. Ich unterstütze das Projekt, weil ich es spannend finde, wenn jemand nicht nur über den Medienwandel schreibt, sondern ihn dadurch gleichzeitig aktiv mitgestaltet.

Welche Reform bewunderst du am meisten?
Krankenversicherung für alle – und zwar von Bismarck bis Obama. Für uns in Deutschland ist das vollkommen selbstverständlich, in den USA ist sie aber heiß umkämpft. Daran sieht man, dass der Wohlstand, in dem wir leben, nicht selbstverständlich ist und dass wir Gerechtigkeit und Fairness allen gegenüber jederzeit verteidigen und neu aushandeln müssen.

Deine gegenwärtige Geistesverfassung?
Ein bisschen angespannt, aber in freudiger Erwartung: 2013 wird für mich persönlich ein sehr spannendes Jahr: Es stehen Richtungswahlen im Bund und in Bayern an und ich möchte mich kräftig einmischen. Und wenn es klappt, bin ich ab Herbst 2013 Abgeordneter des Bayerischen Landtags.

Dein Lieblingsschriftsteller?
Ich trau’s mich fast nicht zu sagen, aber die Bücher von Tommy Jaud lese ich sehr gerne. Wunderbar leichte Unterhaltung, witzig und leicht schräg. Der perfekte Kopfurlaub für’s Wochenende.

Dein Geschenktipp für Weihnachten:
Bei GetDigital gibt es einen Fußabstreifer zu kaufen. Darauf ein typischer Ladebalken einer Windows-Fehlermeldung, komplett mit “Okay”- und “Schließen”-Button in der Ecke. Darunter die Aufschrift: „Sie haben geklingelt. Ihre Anfrage wird bearbeitet. Bitte warten …” So was finde ich urkomisch. Ich würde mich über so ein Geschenk freuen.

Eine Tagung und was zum Hören!

Es gibt gute Nachrichten: Drüben auf startnext.de haben mich die Unterstützer überzeugt, ein neues Ziel in Angriff zu nehmen.

Wenn wir bis zum 20.12. die Summe von 12.500 Euro schaffen, erhält jeder Supporter (also auch die, die bereits eine Buchversion erworben haben) zu dem Buch eine Audio-Version des Textes hinzu. Eingesprochen von Dirk von Gehlen, verschickt als MP3 (allerdings erst etwas später als die Textversion).

Das ist ein ambitioniertes Ziel: Nächsten Donnerstag endet die Fundingphase und stand jetzt sind wir noch mindestens 2000 Euro von den 12.500 Euro entfernt. Vielleicht klappt es, dass mit einer gemeinsamen Anstrengung alle eine besseres Ergebnis bekommen. Denn die Audio-Version bekommen auch die, die bereits ein Buch gekauft haben.

Außerdem seit dieser Woche bestätigt: Es gibt im Mai 2013 eine Tagung zu “Eine neue Version ist verfügbar”. Am Wochenende

10. – 12. Mai 2013

treffen sich in der Evangelischen Akademie Tutzing einige Akteure des Buches in echt und besprechen die Idee von Kultur als Software. Wer dabei sein will: auf der Webseite der Evangelischen Akademie Tutzing kann man sich jetzt bereits die Halbjahresvorschau herunterladen.

ENVIV-Adventskalender (16): Jens Best

Wer bist du? Wo wohnst du? Was machst du?
Jens Best, gebürtiger Frankfurter, umfänglich engagiert für den digitalen Wandel in der Gesellschaft, u.a. Mitglied im Präsidium der Wikimedia Deutschland e.V.

Wo findet man dich im Web?
An vielen Stellen – am besten nach “jensbest” suchen

Was sollten mehr Menschen wissen?
Der Mensch ist das sich selbst bewusst werdende Universum. Ein Blick in die Sterne, die Augen deines Nächsten oder das schiere Schöne der Welt gibt Kraft die menschlichen Makel bei sich und anderen zu ertragen.

Warum unterstützt du „Eine neue Version ist verfügbar“?
Insbesondere wegen der prozessualen Elemente. Der Autor im Kern, um ihn herum das verflüssigte Thema und eine heterogene interessierte & engagierte Crowd.

Welche Reform bewunderst du am meisten?
Die, die als Revolutionen geplant wurden, alles andere ist Mittelmaß

Deine gegenwärtige Geistesverfassung?
Man sieht zuviel, man weiss zuviel – manchmal ist es zuviel.

Dein Lieblingsschriftsteller?
Charles Stross, Greg Egan, William Gibson, Der neue Rainald Goetz, Goethe, Irving

Dein Geschenktipp für Weihnachten (es geht schließlich um einen Adventskalender):
Mein Geschenktipp für Weihnachten und jeden anderen Tag: Liebe

ENVIV-Adventskalender (15): Lucas von Gwinner

Wer bist du? Wo wohnst du? Was machst du?
Ich bin Lucas von Gwinner, eigentlich Hamburger aber in München “backen geblieben”. Ich arbeite als Markenberater und habe ein Faible für digitale Potenziale. Darum habe ich vor zwei Jahren aus der Markenberatung Brandoffice das Digitaloffice ausgegründet: eine digitale Markenberatung.

Wo findet man dich im Web?
Gerade frisch überarbeitet und endlich wieder mit Blog: www.digitaloffice.de
Persönlich unter www.vongwinner.de

Was sollten mehr Menschen wissen?
Wie wichtig Marken sind. Das sie systematisch gemacht werden und nicht einfach zufällig entstehen. Und das die Form nicht der Inhalt ist, sondern der Inhalt die Form bestimmt.

Warum unterstützt du „Eine neue Version ist verfügbar“? (Wenn Du magst, kannst du hier auch sagen, welches Dankeschön du gewählt hast)
Früher hatten Inhalte eine feste Form. Durch den digitalen Wandel wird er flüssig. Als Markenmacher frage ich mich: Wenn alles fließt, was gibt dann Orientierung? Eben nicht mehr die Form, sondern der Inhalt. Marken sind inhaltliche Leuchttürme. Gerade in digitalen Welten können sie Orientierung geben. Wenn man sie denn richtig führt, statt auf jede neue digitale Form aufzuspringen. Darum ist »Eine neue Version ist verfügbar« das perfekte Weihnachtsgeschenk für meine Kunden.

Welche Reform bewunderst du am meisten?
Inhaltlich getriebene.

Deine gegenwärtige Geistesverfassung?
Elektrisiert.

Dein Lieblingsschriftsteller?
Robert Gernhardt, vor allem als Dichter.

Dein Geschenktipp für Weihnachten (es geht schließlich um einen Adventskalender):
Handgemachte Designobjekte aus Europas besten Studios und Werkstätten bei craft2eu, der Ladengalerie meiner Mutter. Sehr besondere Dinge gibt es da zu entdecken. Drum schicken auch die ganzen Living- und Lifestyle-Magazine regelmäßig ihre Stylisten dort vorbei.

10.000 Euro erreicht! Wie geht es weiter?

Vielen Dank! Drüben bei startnext.de ist gestern Abend die 10.000-Euro-Grenze überschritten worden. Wir sind begeistert und freuen uns sehr. Ein großes Dankeschön an alle Käuferinnen und Käufer!!

Wie geht es jetzt weiter? Das sollt Ihr entscheiden. Bis heute abend könnt Ihr mitbestimmen: Wollen wir uns ein neues Ziel setzen?

Antworten bitte hier in den Kommentaren oder bei Startnext im Blog. Was das Ziel sein könnte wir nicht verraten, nur soviel: es wird wieder allen Käuferinnen und Käufern zugute kommen.