ENVIV | Das neue Buchprojekt von Dirk von Gehlen

#enviv

Es ist geschafft: das Experiment “Eine neue Version ist verfügbar” ist geglückt. In diesen Tagen geht das Buch in den Druck und wird im Laufe des Mai an die Unterstützer verschickt, die sich im vergangenen Winter an diesem besonderen Projekt beteiligt haben.

Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben!

An diesem Wochenende findet in der Evangelischen Akademie in Tutzing die Abschlusstagung zu “Eine neue Version ist verfügbar” statt. Für alle, die nicht an den Starnberger See kommen, gibt es dennoch zwei Möglichkeiten der Tagung zu folgen. Der Medienpartner dradioWissen wird Teile der Tagung unter blog.dradiowissen.de streamen – außerdem gibt es einen Hashtag zu der Tagung. Unter #enviv kann man auf Twitter verfolgen, was zur Tagung geschrieben wird.

Folgen Sie außerdem der Leser-Liste des Accounts @neueversion auf Twitter – und diesen Referentinnen und Referenten:

Florian Dreyßig
Felix Stalder
Sabria David
Thomas Ernst
Stefan Plöchinger
Markus Heidmeier
Leander Wattig
Ralf Müller-Schmid


Worum geht es hier?

Da wegen der Buchmesse in Leipzig zahlreiche Menschen auf diese Seite hier kommen, die vielleicht nicht sofort verstehen, worum es hier geht, ein kurzes Update: Diese Seite begleitet ein Buchexperiment, das von Updates handelt.

“Eine neue Version ist verfügbar” lautet der Titel eines Buchs, das der SZ-Redakteur und Suhrkamp-Autor Dirk von Gehlen im vergangenen Herbst gestartet hat. Aktuell wird das Buch geschrieben – vor den Augen der Leserinnen und Leser, die es gekauft haben, bevor überhaupt ein Buchstabe geschrieben wurde. Denn das ist die Idee des Buches: es will Kultur als Software denken, die in Versionen ausgeliefert wird. Deshalb haben die Mitleser nicht nur das fertige Buch erworben, sondern vor allem den Zugang zu seiner Entstehung.

Der Schreibprozess endet im Mai mit einer Tagung in der Evanglischen Akademie Tutzing (10. bis 12. Mai). Bis dahin entscheidet sich auch, wo alle anderen Menschen das fertige Buch erwerben können. Wenn Sie darüber informiert werden möchte, könnten Sie sich hier eintragen.

Mehr über das Projekt erfahren Sie hier.

StartUp-Zitate

Die Website StartupVitamins sammelt Zitate von bekannten Gründern, deren Startups erfolgreich wurden. Der obige Satz stammt vom Gründer des Business-Netzwerks LinkedIn. Er sagt: “Wenn dir die erste Version nicht peinlich ist, hast du dein Angebot zu spät veröffentlicht!”

Was wir von Pumuckl lernen können

In der kommenden Woche ist Buchmesse in Leipzig. Dieses Ereignis verleiht diesem kleinen Buchprojekt eine gewisse Aufmerksamkeit. Es wurden/werden gerade einige Interviews geführt, so dass einige Menschen auf diese Seite kommen. Hier passiert allerdings gerade nicht viel. Das Buch wird aktuell im Rahmen einer Salon-Öffentlichkeit geschrieben – also vor den Augen derjenigen, die bei Startnext das Buch und den Zugang zu seiner Entstehung erworben haben. Das Buch wird vermutlich im Mai erscheinen. Im Mai wird es auch eine Tagung in der Evangelischen Akademie in Tutzing geben, die sich mit dem Buch und seiner These befasst: Eine neue Version ist verfügbar.

Für die am Donnerstag erscheinende aktuelle Ausgabe des Magazins Wired habe ich diese These in einem kurzen Text zusammengefasst. Darin spielt eine Folge der Kinderserie Pumuckl eine entscheidende Rolle. Sie illustriert wie wir mit dem Verflüssigung von Kunst und Kultur umgehen – so wie der Kobold, der hier seinen ersten Schnee kennen lernt.

So wie Pumuckl wollen wir den Schnee festhalten. Er packt ihn (Ab Minute 7:28) in einen kleinen Wagen und transportiert ihn in die Werktstatt des Meister Eder. Dort lädt er den Schnee ab, macht kehrt um eine neue Fuhre zu holen. Immer wenn er dorthin zurückkehrt ist dieser Schnee verschwunden. Der Kobold verzweifelt. Aber natürlich ist der Schnee nicht weg. Er ist aufgetaut.

Mit diesem Auftauen befasst sich Eine neue Version ist verfügbar.

Hamburger aufgepasst!

Heute abend gibt es in der Hamburger Sternschanze 1 (Adresse: Kattrepel 10, 20095 Hamburg) eine Ausstellung, die dringend empfohlen werden sollte: Dort wird nämlich unter anderem eine Arbeit von Christian Tönsmann (Art Director der Süddeutschen Zeitung) gezeigt, für die sich dieser bei ENVIV hat inspirieren lassen. Sie trägt den Titel “Eklektos – eine neue Version ist verfügbar”.

Mehr über die Ausstellung auf Facebook – mehr über Christian bei erlerskibbetoensmann.com

Wir schreiben!

Das Buchexperiment “Eine neue Version ist verfügbar” ist in der vergangenen Woche in die Schreibphase gestartet. Vor den Augen und mit der Hilfe von 350 Leserinnen und Lesern schreibt Dirk von Gehlen gerade an dem Buch, das vermutlich im Mai 2013 veröffentlicht wird (wer dann informiert werden möchte, kann sich hier eintragen. Vom 10. bis 12. Mai findet nämlich eine Tagung zu “Eine neue Version ist verfügbar” statt. Die Anmeldung zur Tagung ist jetzt hier möglich!

Danke, Startnext!

Geschafft: Eine neue Version ist verfügbar! Möglich wurde dies durch die unfassbare Unterstützung der Käuferinnen und Käufer. Dass ich mit denen aber überhaupt in Kontakt treten konnte, habe ich dem Team von Startnext zu verdanken, das einen großartigen Job gemacht hat. Deshalb gebührt ihnen ein großes Dankeschön – und die dringende Empfehlung an alle, die über Crowdfunding nachdenken: Ja, bei Startnext seid Ihr gut aufgehoben!

Der ENVIV-Soundtrack

Schon in Mashup gab es ganz am Ende einen Soundtrack zum Buch. Eine Compilation mit Songs, die thematisch oder stimmungsmäßig zum Lob der Kopie passten. Bei “Eine neue Version ist verfügbar” soll das nicht anders sein. Deshalb habe ich schon zu Beginn des Projekts eine Spotify-Playlist angelegt, die man hier anhören kann.

Nun meine Frage: Welche Songs fehlen? Vorschläge gerne in die Kommentare unter dem Text!!

ENVIV-Adventskalender (24): Sascha Lobo

Wer bist du? Wo wohnst du? Was machst du?
Mein Name ist Sascha Lobo, stammend aus und wohnhaft in Berlin, ich bin Autor und Internet.

Wo findet man dich im Web?
Mein Publikationsmotto aller im Netz präsentierten Inhalte lautet (einem Werbeclaim nachempfunden): Auf’s Maximum reduzieren. Das geschieht unter saschalobo.com (privates Blog), saschalobo.com/twitter (Twitteraccount), saschalobo.com/facebook (na was wohl) sowie saschalobo.com/+ (Profil im sozialen Netzwerk eines Suchmaschinenanbieters). Was ich über die digitale Gesellschaft, den Weg dorthin und die begleitenden Chancen, Schwierigkeiten und Absurditäten denke, findet man in meiner wöchentlichen Kolumne auf Spiegel Online unter spiegel.de/thema/spon_lobo

Was sollten mehr Menschen wissen?
Mehr Menschen sollten wissen, wie schädlich das Leistungsschutzrecht sowohl zustande kommt wie auch selbst wirken wird. Allerdings sollten es auch mehr Menschen wissen wollen.

Warum unterstützt du „Eine neue Version ist verfügbar“?
Ich unterstütze ENVIV, weil ich im Jahr 2013 unter anderem mit Christoph Kappes eine Verlagsplattform ins Netz hieve, die die Zukunft des Buchstabenverkaufs erforschen soll. Diese Zukunft ist mir auf viele Arten persönlich und beruflich sehr wichtig, und ENVIV ist ein wegweisendes Experiment in diese Richtung. Abgesehen davon ist Dirk von Gehlen ein ausgesprochen schnafter Typ, natürlich.

Welche Reform bewunderst du am meisten?
Ganz ernsthaft, ohne Ironie oder Verbitterung: die europäische Reform, die zum Euro führte.

Deine gegenwärtige Geistesverfassung?
Begeistert optimistisch, aber durchaus skeptisch selbstprüfend, mit Einsprengseln der netzgesellschaftlichen Fassungslosigkeit und einem Hauch bollernder Wut.

Dein Lieblingsschriftsteller?
Tote wären es zuviele, nichtdeutschsprachige auch, daher nur deutschsprachige Lebende:
Wolfgang Herrndorf, Rainald Goetz, Christian Kracht.

Lieblingsschriftellerin:
Karen Duve, und vielleicht bald Marion Brasch.

Dein Geschenktipp für Weihnachten (es geht schließlich um einen Adventskalender):
Mein Geschenktipp zu Weihnachten ist, Leuten Geld abzugeben, die zu wenig davon haben, um zu leben. Das ist zwar eigentlich ein Ganzjahrestipp, aber zu Weihnachten fällt er auf fruchtbareren Boden.

ENVIV-Adventskalender (23): David Bauer

Wer bist du? Wo wohnst du? Was machst du?
David Bauer. Journalist und Digitalstratege bei der TagesWoche in Basel, Schweiz. Daneben Chefkoch des Weekly Filet.

Wo findet man dich im Web?
Mein Zuhause ist www.davidbauer.ch, am häufigsten anzutreffen bin ich aber als @davidbauer auf Twitter.

Was sollten mehr Menschen wissen?
Dass «the end» auf Englisch zwei Bedeutungen hat und wir Journalisten viel zu sehr auf das eine fixiert sind: http://endofjournalism.tumblr.com

Warum unterstützt du „Eine neue Version ist verfügbar“?
Der Diskurs über die Digitalisierung und ihre Konsequenzen in allen möglichen Bereichen ist wichtig. «Mashup» hat einen wertvollen Beitrag geleistet. Wenn ich mit 100 Euro dazu beitragen kann, dass Dirk noch mehr kluge Gedanken in diesen Diskurs einbringt, dann ist das gut investiertes Geld.

Welche Reform bewunderst du am meisten?
Die fortwährende.

Deine gegenwärtige Geistesverfassung?
Hin- und hergerissen.

Dein Lieblingsschriftsteller?
Alan Sillitoe. Und wenn ich irgendwann Infinite Jest verstanden habe, ausserdem: David Foster Wallace.

Dein Geschenktipp für Weihnachten (es geht schließlich um einen Adventskalender)
Ein Notizbuch aus Papier. Und einen Blackwood’s Vintage Dry Gin.